alge & tombiela

 

››alge & tombiela‹‹ sind Alexander Gebetsroither und Tom Biela. Mit ››cut off buildings‹‹ offenbaren die Fotografen, was sich vor Passantinnen oft versteckt – nämlich die unterschiedlichen Gesichtshälften gründerzeitlicher Bauten. Während die zur Straße orientierten Hausfassaden oft opulent bestückt sind, lassen seitliche Wände jegliche Gestaltung vermissen. Die Dualität von repräsentativer Schmuckfassade

und ungestalteter Brandschutzwand, das Wechselspiel von emotional aufgeladenem Ausdruck und kühler Rationalität interessiert die ausgebildeten Architekten. In fotografischen Arbeiten stellen ››alge & tombiela‹‹ unbeachtete städtische Momente in den Fokus. Ihr ambivalenter Charakter spiegelt

das Wesen der abgelichteten Gebäude wider. So deuten Knicke in den Aufnahmen die verschiedenen

Hälften der Bauten an und fügen sich der Geometrie ihrer Motive.

 

alge&tombiela, Tom Biela & Alexander Gebetsroither

Maygasse 3, A 8010 Graz

M 0043 699 1728 5872 write@tombiela.com

www.tombiela.com, www.alge.co.at

 

 

Gregor Fauland

 

››Wie aus zweidimensionalen Bildern

dreidimensionale Gegenstände

machen?‹‹ Mit dieser Frage beschäftigt sich Gregor Fauland schon während seiner Kunstausbildung und beginnt auf Basis von Malereien Skulpturen aus

Ton und Gips zu formen, die fortan den Raum erobern. Auch die jüngste Arbeit des Grazer Künstlers dreht sich um Spielereien, die zu 3D-Gebilden heranwachsen. Das vielen noch aus Kindertagen bekannte

Steckspiel ››Rondi‹‹ und dessen unzählige Variationen eröffnen Gregor Fauland ein Universum an formalen Aspekten, die er stark vergrößert undneu materialisiert. So finden modulare Einzelteile in ihrer Gesamtheit zur harmonischen Skulptur, überbrücken den Raum und faszinieren auch große Spielende.

 

Gregor Fauland

Ganghoferweg 13, A 8047 Graz

M 0043 699 88787719

studio@gregor-fauland.at

www.gregor-fauland.at

 

 

Matthias Bürger-Mader

 

Besucht man Matthias Bürger-Maders Webauftritt, so springt einem ››Der Wartungsmodus ist aktiv! Work in progress. Silence please!‹‹ entgegen. Wieso wir das hier ausplaudern? Weil es am besten die Arbeitsweise desKeramikkünstlers beschreibt. Matthias Bürger-Mader setzt sich mit Schein und Sein, mit Gedanken und Sprache, mit Form und Materie, mit sich selbst und seinem Gegenüber auseinander. Während der POTENTIALe lädt er BesucherInnen zum barfüßigen Pause Machen bei traditionellem somalischem Kaffee und vegetarischem Essen ein. Gefördert wird das Miteinander, zelebriert das Innehalten und serviert werden Mahlzeiten in handgefertigten

Keramiken. Nach vier Tagen Lost Places kann das benutzte Service auch käuflich erworben werden.

 

Matthias Bürger-Mader

M 0043 650 8238 588 maderhias@hotmail.com

www.dermatthias.at

 

 

UNI LIECHTENSTEIN

 

Urban Qualities Design Research 

 

Welche Qualitäten erfüllen öffentliche Räume? Das fragen sich Masterstudierende der Universität Liechtenstein, wenn sie soziale und räumliche Komponenten von Öffentlichkeit erforschen.

Sogenannte ››urban-upgrading‹‹-Projekte untersuchen Verbesserungen der Infrastruktur, ››cultural catalysts‹‹ das Miteinbeziehen von BewohnerInnen

Feldkirchs. Gezeigt wird eine Sammlung kreativer Studienarbeiten, die sich mit der Belebung des Elisabethplatzes und angewandter Stadtforschung auseinandersetzt.

 

 

Universität Liechtenstein

Suzanne Song c/o Clarissa Reikersdorfer

Fürst-Franz-Josef-Straße, FL 9490 Vaduz

www.uni.li

 

 

DueSenzaTre

 

Zwei Personen leben ein Projekt. Oder: (Keine) Zwei ohne Drei. Im Designstudio ››DueSenzaTre‹‹ des italienischen Theaterhandwerkers Filippo Olivieri und der spanischen Industriedesignerin Macarena Mompó stehen die Auseinandersetzung mit nachhaltigen Produktionsmethoden und die Integration von industriellen Abfällen in Design im Vordergrund. ››Thinking, Designing, Recycling‹‹ bedeutet für ››DueSenzaTre‹‹ sich keinem Gestaltungs- oder Kunstbegriff unterzuordnen, sondern kreatives Schaffen mit der Wiederverwertung von Abfallprodukten zu kombinieren.

Jedes Möbel wird in der hauseigenen

Werkstatt in Valencia gefertigt, von wo aus die Designobjekte auf Messen in alle Welt reisen.

 

DueSenzaTre Studio

Macarena Mompó & Filippo Olivieri

c/Pintor Gisbert 11-1º, ES 46006 Valencia

M 0034 676549823 2senzatre@gmail.com

www.duesenzatre.com

 

 

Jono Concepts 

 

››Gestaltung bedeutet nie aufzuhören, neue und bestehende Ideen weiterzuentwickeln.‹‹ Deshalb hat der ausgebildete Schreinermeister Jonathan Radetz schon so ziemlich alles gemacht.

Sein Repertoire reicht von

Möbeldesign über Accessoires bis

zu Schmuckkreationen. Das Credo

des stetigen Weitermachens lässt

den multidisziplinären Gestalter

zu Formen finden, die sich mit der

Angemessenheit von Material auseinandersetzen und durch Schlichtheit überzeugen.

››JONO CONCEPTS‹‹ sind Arbeiten

aus Glas, Holz, Keramik und Stoff, die entstehen, um zeitlos zu gefallen.

 

JONO CONCEPTS, Jonathan Radetz

Gutleutstraße 98, D 60239 Frankfurt

M 0049 69 2691 2534 info@jonoconcepts.com

www.jonoconcepts.com

 

 

Natali Glisic

 

Heimat ist ein Gefühl. Das weiß die in Wien lebende Vorarlbergerin Natali Glisic nur allzu gut. Durch künstlerische Dokumentarfotografie

versucht sie Realitäten anderer Menschen begreifbar zu machen.

››Moje zaboravljeno srce‹‹ heißt ihr

aktuelles Projekt und auf Deutsch so viel wie ››Mein vergessenes Herz‹‹. In einer fragmentarischen Collage-Landschaft aus Bildern, Texten und Audiobeiträgen fängt Natali Glisic den immer noch währenden

››Jugoslawien-Konflikt‹‹ in den Köpfen junger Menschen ein. Ihre ProtagonistInnen sind in Österreich

geborene oder aufgewachsene junge

Erwachsene mit jugoslawischen Wurzeln, ihre Ausstellung fragt nach dem subjektiven Empfinden von Identität und Zugehörigkeit.

 

Natali Glisic, Hörnesgasse 8/7, A 1030 Wien

M 0043 699 1104 2438 natali.glisic@hotmail.de

www.takemetotheriot.at

 

 

Wert der Dinge

 

Das Design-Duo ››Wert der Dinge‹‹

lebt den Grundsatz ››form follows

function‹‹. Die Produktdesignerinnen aus Hannover spielen mit der Leichtigkeit und Massivität von Möbeln. So ist ››RINGSHERUM‹‹ eine Kommode, die sich zu allen vier Seiten öffnen lässt. Das Möbelstück kann gleichermaßen als Raumteiler und Aufbewahrungsmöbel benutzt werden und schafft durch sichtbare

Schiebemechanismen ein neuartiges

Design. Dass Platz für Lena Hoppe und Jessica Grömminger auch Beteiligung bedeutet, zeigen sie mit der Vorstellung des ››PLATZprojekt‹‹

– einem Experimentierraum in Form

von ausgebauten Containern auf einer brachen Fläche inmitten Hannovers.

 

Wert der Dinge

Lena Hoppe & Jessica Grömminger

Limmerstraße 81, D 30451 Hannover

M 0049 174 4379 071 wertderdinge@gmx.de

www.wertderdinge.de

 

 

amoll  

 

Anna Maier und Anna Katharina Türtscher tragen nicht nur ähnliche Namen, sondern haben sich auch derselben Leidenschaft für Stoffe mit Geschichte verschrieben. Die Textildesignerinnen hauchen alten

Materialien Leben in einer neuen Form ein: Von Vorhangstoffen aus den 50ern, Stoffresten anderer SchneiderInnen, dem Leder aus Omas Keller oder Lieblingssachen,

die ganz einfach nicht mehr passen, nimmt sich ››amoll‹‹ Textilleichen

in jeglicher Ausführung an. Stets steht Nachhaltigkeit, professionelle

Umsetzung, Tragekomfort und

einzigartiger Stil im Vordergrund. Im temporären Nähcafé verwandelt ››amoll‹‹ ausrangierte Textilien in passende Unikate. Der Einsatz von Stoffen verschiedenster Herkunft macht jedes Kleidungsstück oder

Accessoire zur neuen Herausforderung, der sich die Textilhandwerklerei während

der POTENTIALe gerne stellt.

 

amoll Textilhandwerklerei

Anna-Katharina Türtscher & Anna Maier

Buchboden 35, A 6731 Sonntag

M 0043 664 2137 727 

aunda@amoll-moll.at

www.amoll-moll.at

 

 

Landgruppe

 

Mit kollektivem Kochen hat die Landgruppe im letzten Jahr die Lost Places aufgemischt, um über Essen eine Brücke der Begegnung zu schaffen. Heuer geht das Kollektiv um Fabiola Hagen und Michael Naphegyi noch ein Stückchen weiter und ruft zum gemeinsamen Sounderlebnis auf. Im temporären Aktionsraum greifen BesucherInnen zum Instrument, mischen an der elektronischen Soundkulisse mit oder nehmen an der Dauer-Tanz-Performance teil. Der Raum gibt kein Verhalten oder gar eine Haltung vor. Auch musikalisches Talent wird nicht gefordert, nur die Bereitschaft,

gewohntes Verhalten vor der Türe abzulegen. Entstehen soll ein Clash of Culture der positiven Art – hör- und erfahrbar durch Partizipation.

 

Landgruppe, Fabiola Hagen & Michael Naphegyi

Herbststraße 65/18, A 1160 Wien

M 0043 680 3239 080 fabiola.hagen@hotmail.com

www.landgruppe.tumblr.com

 

 

studio gutedort

 

Eva Schlechte und Jennifer Hier übersetzen natürliche Materialien und traditionelle Verarbeitungsprozesse in unerwartete Designstücke. Wie etwa zeigt man innere Schönheit und überwindet stereotype Ästhetik? Für das Studio ››gutedort‹‹ liegt die Antwort zum Beispiel in der

Verwendung unbehandelter Tierhäute und Innereien. In ihrer aktuellen Serie beschäftigt sich das Duo mit Löwenzahn. ››dandelion‹‹

heißt das Projekt, mit dem die Designerinnen unterschiedliche Bestandteile des Löwenzahns in natürliche Farbstoffe umsetzen, mit Form und Eigenschaften der krautigen Pflanze spielen und in

Designobjekten neu verorten. Für ››gutedort‹‹ schließen sich Kultur

und Natur nicht aus, sondern ergänzen sich und führen zu Arbeiten von subtiler Schönheit.

 

studio gutedort, Eva Schlechte & Jennifer Hier

Sophienstrasse 19, D 70178 Stuttgart

M 0049 1768 0852 814 info@gutedort.de

www.gutedort.de

 

 

Elena Kristofor

 

Das Portrait und die perspektivische

Darstellung des Raumes liegen weit näher beieinander, als man glauben möchte. Verbunden sind sie einerseits durch ihre geschichtliche

Entwicklung in der Renaissance,

andererseits durch ihren außerhalb

des Bildes liegenden Betrachter.

Elena Kristofor verwendet Räume

exemplarisch. Die aus der Ukraine

stammende Fotografin spielt mit der

individuellen Wahrnehmung und

der Darstellbarkeit des Abgebildeten.

Mithilfe von Spiegeln, Glasplatten

und Folien fängt sie optische

Täuschungen ein und bricht mit den

Grenzen räumlichen Empfindens.

Durch Feldkirchs Leerstände hat sie eine fotografische Reise unternommen – um ungenutzten Räumen neuen Ausdruck zu verleihen.

 

Elena Kristofor

e.kristofor@gmail.com

www.elenakristofor.com

www.takeit.to/elenakristofor

 

 

 

Lukas Nagele

 

Wachs und Stacheldraht sind Dinge, die man eigentlich nicht kombiniert. Außer man heißt Lukas Nagele. Der Screendesigner lässt Materialien im Projekt ››Formbar‹‹ verschmelzen, um bildhaft aufzuzeigen, wie fest Abgrenzung in unsere Köpfe eingegossen und wie durchwachsen die Lage ist. Xenophobie lautet das Fremdwort, das die Angst vor dem Fremden thematisiert und den Künstler zu einer Installation antreibt, die Materialität als Spiegel

gesellschaftlicher Auseinandersetzung versteht. Lukas Nagele kreiert eine Rauminstallation, die Besucherinnen einlädt, Grenzen abzubauen. Durch Zugabe von Wärme wird Wachs bekanntlich

formbar und lässt Barrieren vielleicht

auch in den Köpfen schmelzen.

 

Lukas Nagele

Bäumlegasse 24a, A 6850 Dornbirn

M 0043 680 3006 071

l.nagele@aon.at

 

 

UNI LIECHTENSTEIN

 

Liechtenstein Pavillon

 

Während der POTENTIALe entsteht ein Pavillon! Oder zumindest ausgearbeitete Pläne, Skizzen und Modelle eines Pavillons, der dann in Vaduz zwischen Regierungsviertel

und Städtle aufgestellt wird. Entstehen soll ein Willkommenstor,

ein Nest, eine Miniaturwelt, die die kulturelle Identität Liechtensteins widerspiegelt. Nach einer internen Präsentation werden die von Architekturstudierenden ausgearbeiteten Projekte nun im Rahmen der Lost Places ausgestellt.

 

Universität Liechtenstein, Hansjörg Quaderer

Fürst Franz Josef Straße, FL 9490 Vaduz

www.uni.li

 

 

Young & Smitten

 

Elke Bauer und Barbara Hoffmann

können sich schon seit Jahren nicht

entscheiden, welches Sujet perfekt

für ein eigenes Tattoo wäre. Zudem

haben die beiden immer noch Angst

vor Nadeln – mit dem Resultat, dass

sie nach wie vor ohne ››Peckerl‹‹ und

dafür mit eigenem Label dastehen.

››Young & Smitten‹‹ machen

Rubbeltattoos mit frischen Motiven.

Zu 100% made in Austria hinterlassen die Tätowierungen keinerlei Rückstände auf der Haut ihrer TrägerInnen. Frei nach der Devise ››Nothing lasts forever‹‹ richten ››Young & Smitten‹‹ ein temporäres Tattoo-Studio ein und setzen das Konzept der Zwischennutzung nicht nur in Leerständen, sondern auch auf leeren Hautpartien um.

 

Young & Smitten,

Elke Bauer & Barbara Hoffmann

Währingerstraße 103/27 A 1180 Vienna

M 0043 6818 1944 983

hello@youngandsmitten.com

www.youngandsmitten.com