POTENTIALe PROJEKTe Banner

POTENTIALe PROJEKTe                                                                                 Plattform für temporäre Projekte im öffentlichen Raum                                   25. Oktober - 12. November

Über die Programmschiene PROJEKTe bekommen temporäre Installationen und Aktionen im öffentlichen Raum eine Plattform um sich auszuprobieren.
Neben diversen öffentlichen Plätzen im Stadtraum wird auch die Wahrnehmung des Reichenfelds als Kulturbezirk in Feldkirch thematisiert und als Spielbein der Stadt genutzt. Eng verbunden mit der Altstadt ist das Areal als Zukunftsquartier zu sehen, welches zwischen Justizanstalt und Landeskonservatorium liegt. Das Reichenfeld ist prototypisch für einen Wandel, der in den letzten fünf Jahren ganz Feldkirch durchzieht. Während in der Altstadt vordergründig die historische Glaubwürdigkeit ankert, entwickelte sich das Areal immer mehr zu einem kunstsinnigen Zukunftslabor – nicht zuletzt durch die Designmesse, welche in den zentralen Gebäuden des Areals stattfindet.

 

Wer sich noch an die Rückkehr des Feldhotels 2015 oder an die kugelrunde Stummfilmkino-Installation im Reichenfeld im Jahr 2016 erinnert, der weiß, wie schnell Dinge, die scheinbar über Nacht auftauchen, ihre neue Umgebung erschüttern und prägen können. POTENTIALe PROJEKTe sind ungebetene Gäste, die plötzlich aufkreuzen und (zumindest in den Köpfen) nicht mehr weg wollen. Thematisch umreißen sie Gegensätze, die sich eigentlich nicht vereinen lassen, machen laut auf sich aufmerksam, um dann doch leise zu sein und durchwandern die ganze Stadt.

 
Dieses vielleicht experimentellste POTENTIALe Format sieht Gestaltung als gesellschaftspolitisches Instrument und zwingt seine BetrachterInnen gewohnte Blickwinkel zu überdenken. 

 

 JETZT BIS 30. JUNI BEWERBEN!

 

Landeskonservatorium Feldkirch

PROJEKTe 2016

Stummfilmkino

 

Stummfilmkino im Reichenfeld

sponsored by Sapa

 

Dort wo einst das Feldhotel stand, machte sich 2016 eine Kugel breit. Zwischen Altem Hallenbad und Pförtnerhaus stand ein kugelrundes Stummfilmkino, eine temporäre Kulisse für Kultur. Die vom Architekten Christoph Eppacher geplante Installation zeigte jeweils montags und dienstags sowie während der gesamten letzten Festivalwoche experimentelles Kino.

 

››Wieso sich in eine Kugel setzten, um stumme Filme zu schauen?‹‹

Um Kino neu kennenzulernen. Das Kleinlichtspieltheater sieht den Raum nicht als Vorführungsort, sondern als Teil seiner Inszenierung. An der Schnittstelle von Architektur und Film wurden neue kinematografische Eindrücke erzeugt. Ganz leise war die Kugel übrigens eh nicht: Immer wieder begleiteten Live-MusikerInnen die abendlichen Filmvorführungen und holten den Stummfilm ins Feldkirch des Jahres 2016.

 

 

 

 

Oreaden

 

OREADEN

Ein Klangexperiment im U1

 

Die Ebene U1 der Tiefgarage im Reichenfeld ist ein Transitort: 3.000 m2, die rund um die Uhr zugänglich sind, und in denen sich doch kaum jemand länger als ein paar Minuten aufhält. Ein Raum, den man für gewöhnlich aus der Wahrnehmung seines Stadtbildes streicht und höchstens als Parkgelegenheit wertschätzt. An fünf Abenden war der Abstellplatz für Autos zur begeh- bzw. erfahrbaren Soundinstallation für BesucherInnen.

 

››OREADEN‹‹ nennen die Künstlerinnen Nadine Hirschauer und Elisabeth Falkinger ihr Projekt, mit dem sie in einen Konzertraum der ungewöhnlichen Art abtauchen. Von Tisca gefertigte Teppiche geleiten das Publikum in den Untergrund und lassen se im Konzertsaal U1 Platz nehmen. Dort geht die Geräuschkulisse der Garage im Spiel von Musik und einer einzigartigen Raumresonanz ein.


What There Is Of It

 

What There Is Of It

Fotoinstallation in Feldkirchs Passagen

 

Was bleibt übrig, wenn man versucht, Realität einzufangen? Ausgehend von Dokumentarbildern der US- amerikanischen Fotografen Robert Frank und Ansel Adams hat Florian Gerer Analogfotografien entwickelt, die von den Gemeinsamkeiten und Gegensätzen, von der Bildsprache US-amerikanischer Geschichte und Gegenwart erzählen.

Während Robert Frank 1959 seine USA-Reise in rauen, unscharfen und dreckigen Bildern dokumentierte, publizierte Ansel Adams epische Naturbilder, die geprägt sind von durchgehender Schärfe. Auf völlig unterschiedliche Weise hielten beide eine bedeutende Zeit amerikanischer Geschichte in s/w fest.

In ››What There Is Of It‹‹ sucht Florian Gerer nun ebenfalls die Schönheit, aber auch die rauen Seiten der Realität. Letzten Sommer hatte er eine USA-Reise unternommen, um in analogen Fotografien die Vielseitigkeit der Vereinigten Staaten festzuhalten.

Herausgekommen sind unbearbeitete s/w-Fotografien in unterschiedlichen Formaten, die nun Feldkirchs Durchgangsräume tapezieren. Beim Durchwandern der James-Joyce-Passage, der Unterführung am Katzenturm und der Bärenkreuzung sind sie kaum zu übersehen, die unterschiedlichen Facetten subjektiver Realität.

 

Mehr von Florian Gerer gibt's hier.

 

Wanderkiosk

 

Ein Kiosk wandert

Freiraum am Elisabethplatz

 

Stellen Sie sich einen leeren Platz, irgendwo in einer Stadt oder einer Gemeinde vor. Ein Platz, der für die Menschen, die ihn nutzen, eine besondere Bedeutung und Geschichte hat. Er wird täglich begangen und ist immer mit kurzfristigem Leben gefüllt. Menschen betreten ihn für ein paar Augenblicke und sind dann auch schon wieder verschwunden.

Der Wanderkiosk ist für solche Freiflächen erfunden worden. Er kann in aller Einfachheit aufgebaut, abgebaut und benutzt werden. Seine Einsatzmöglichkeiten sind kaum begrenzt. Er kann als Bühne ausgeklappt und als Ausschankbude umgeklappt werden. Seine vier Wände sind, je nachdem, wie man ihn braucht, auf allen Seiten separat öffen- und schließbar.

Kiosk lässt mit seinen einfachen Modulen eine schnelle Befüllung und Nutzung zu. Er ist eine Bühne, ein Verkaufsstand, ein Infoplatz und auch ein Straßencafé.

 

Der Holzbau ist klapp- und erweiterbar. Das Konzept sieht vor, dass ein Modul des Kiosk immer von den sogenannten Budikern (die, die die Bude schmeißen) bespielt wird. Alle weiteren Module sind frei verfüg- und einsetzbar, wobei der inhaltliche Fokus auf dem Aufzeigen der Regionalität der Stadt Vorarlberg lag.

Kiosk ist geprägt von einem Kollektiv um den Architekten Martin Mackowitz, das sich miteinander Gedanken über Nachbarschaft, Kleinstrukturen und Bewegung macht.

 

Der wandernde Kiosk freut sich über Besuch hier.