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Auch in diesem Jahr steht die POTENTIALe Kulturbetrieben, Vereinen, Initiativen offen. Denn ein Festival zur Stadtraumgestaltung zu sein, das bedeutet nicht zuletzt auch, Netzwerk zu sein.

 

Wer Teil des POTENTIALe Netzwerks ist, führt im Zeitraum des Festivals eine Ausstellung, ein Projekt oder eine andere Veranstaltung durch, die sich einem der POTENTIALe Schwerpunkte widmet: Stadtraumgestaltung, Design, Fotografie und Medienkunst.

 

 


RÜCKBLICK 2017

›› Ein Abend des Löschens

 Eine Diskussion von Glashus

 

Delete, delete, delete, delete. Zu spät. So geschieht es täglich. Sei es dieses Foto, dass man im Affekt weitergeleitet hat. Sei es das Like, dass seine Zustimmung ausdrückt für Bibbis überfärbte Haare und kuschlig weiche Babykätzchen. Sei es der Protest in einer Flut aus Negativmeldungen, die einsame Stimme in einem Meer aus brennenden Gedanken, verpackt in Kommentarleisten. 

 

Was bleibt ist die Frage, weshalb wir für WhatsApp, Twitter, Facebook und Co. nicht bezahlen? Die Frage, wann wir, die Individuen zur Nummer wurde, benannt nach IP Adressen, reduziert auf Daten? Und wer sind diese Daten? Und vor allem, wer bin ich, was will ich und wann ist das Internet zu dieser riesigen Maschine geworden? Gemeinsam gingen Sara Bonetti, Iris Hörburger und Sabrina Weithaler auf die Suche nach Antworten. Luden ein zum spannenden und gleichzeitig unterhaltenden Diskurs über ein Thema, auf das wir eigentlich keinen Einfluss mehr haben. Oder doch?

 

Glashus, Auf dem Rud 10, Frastanz

www.glashus.net

 

›› Noli me tangere

 Eine Ausstellung von Elisabeth Eberle in der Johanniterkirche

 

Die Schweizer Künstlerin Elisabeth Eberle erforscht den Diskurs zwischen Natur und Kultur. Neben dem Wechselspiel von virtuellem und haptischem Erfassen spielen das Verhältnis von Konstruktion und Intuition sowie Zufall und präziser Berechnung eine zentrale Rolle in ihrem Werk. So sammelt sie Magnolienfrüchte und protokolliert ihre Reifestadien, indem sie die Objekte in Latex oder Gips abgießt und einscannt. Anschließend mutiert und manipuliert sie die Früchte medial – und führt sie zurück in

den realen Raum.

 

Ausstellung in der Johanniterkirche, Feldkirch

www.johanniterkirche.at

 

 

›› Probetöne

Eine Pop-up -Bühne der Montforter Zwischentöne

 

Vorarlbergs Vielfalt an exzellenten GestalterInnen ist bemerkenswert. Deshalb beschränken sich die Montforter Zwischentöne auch nicht darauf, einzig im musikalischen Wirkfeld zu agieren, sondern verknüpfen die verschiedensten gestalterischen

Genres zu einem kulturellen Gesamterlebnis – mit dem Schwerpunkt Musik. Dementsprechend wird das Kommunikationsdesign jeder Veranstaltungsreihe an ein anderes Grafikdesignbüro der Region vergeben, und einmal pro Jahr stehen die Entwicklung und Bespielung außergewöhnlicher Räume im Mittelpunkt.

So auch dieses Jahr. Als Netzwerkpartner der POTENTIALe stellten sich die Montforter Zwischentöne die Aufgabe, einen zweckfremden Ort mitten in der Stadt in ein kleines Theater

für kurze Zeit zu verwandeln. Ort der Wahl wurde die Turnhalle Gymnasiumhof, wo nun eine Pop-up -Bühne experimentellen Formaten zwischen Alltagskultur und Musik offen steht. Die Pop-up -Bühne ist Gestaltungselement, Plattform und Statement zugleich: Sie ist eine Bühne für poetische Ermutigungen zur Wahrnehmung

und Weiterentwicklung der Stadt.

 

Turnhalle am Gymnasiumhof

www.montforter-zwischentoene.at

›› Weltweit erfinderische Köpfe gegen Monster der Verschmutzung

Ein Aufruf von PROPELLA

 

Wimamps sind weltweit erfinderische Köpfe gegen Monster der Verschmutzung. Sie kommen aus der ganzen Welt, sind kreativ, ernsthaft komisch und haben eine tiefe Achtung vor der Umwelt. Sie können Erwachsenen beibringen, wie man sich um die Erde kümmert. Die Initiative für W.I.M.A.M.P. kommt vom Label Bobo Choses, das Kinder auf der ganzen Welt dazu aufrief, zu zeichnen, wie sie die Meeresverschmutzung stoppen würden. Mit dem Erlös des Projekts werden Aktivitäten zur  Erhaltung des Ozeans finanziert.

 

Propella, Churer Tor 4, Feldkirch,

www.propella.at

www.bobochoses.com

https://wimamp.co/

 

 

›› sagen wir, ich sei eine biene

Eine Exhibition von Gernot Bösch in der WEXELSTUBE

 

Der Hohenemser Künstler Gernot Bösch zeigt in der WEXELSTUBE Malereien und Skulpturen aus seiner Serie »Blütenarchitektur«. Ausgehend von

den platonischen Körpern, in erster Linie des Tetraeders, in zweiter des Hexaeders, entwickelt Bösch am Aufbau von Blüten orientierte Skulpturen. Seine »floralen Diamanten« erinnern an monumentale Bauten und sind schlicht Schatullen für besonderes Licht. Inspiriert von diesem besonderen Licht und seinen Schatten entstehen Malereien, bunte, dynamisch-drollige Fraktale.

 

Wexelstube, Mühletorplatz 10, Feldkirch

www.wexelstube.at

 

›› No more fashion victims

Eine Installation von wolfff & Urban Foxxes

 

T-Shirt um € 2,99, Kleid um € 10,99, Hose um € 7,49 oder »you get what you pay for«. Die Installation von wolfff und Urban Foxxes zeigt Kleidung, die aus Tageszeitungen gefertigt wurde – Wegwerfprodukte zum Anziehen.

Es wird humorvoll und doch kritisch Stellung bezogen – sowohl zur Textilindustrie, die durch Ausbeutung Profite erzielt, als auch zu uns als Konsumenten, stets auf der Jagd nach den neuesten Trends, die morgen so aktuell sind wie die Zeitung von heute.

 

wolfff & Urban Foxxes Shop

Mühletorplatz 4, Feldkirch

www.wolfff.com

www.urbanfoxxes.com

 

›› Pizzeria Disgusto

Eine Präsentation von Michael Hacker im Zeughaus

 

Michael Hacker, geboren 1981 in Feldkirch, illustriert, zeichnet Comics und gestaltet Konzertplakate für so bekannte Rockbands wie Queens of the Stone Age oder Green Day. In seinem neuen Cartoonbuch »Pizzeria Disgusto« lässt er seiner Vorliebe für amüsante Wortspiele freien Lauf gibt seinen LeserInnen absurd-komische Einblicke in die italienische Küche. Auf 84 Seiten Cartoons geben sich hässliche Band-

nudeln, Pizzaschnitten mit Rachegelüsten und gewalttätige Kartoffelbällchen alle Ehre. Buon Appetito!

 

Zeughaus Design GmbH, Neustadt 11, Feldkirch www.zeughaus.com