Vernetzter Stadtraum

© Victor Marin


„Um Alltagskultur und soziales Handeln pflegen und weiterentwickeln zu können, braucht es atmosphärische Räume, die den Austausch untereinander wieder ermöglichen, die Spielraum für Aktivitäten und Experimente zulassen. Es gibt solche räumlichen Ressourcen – sie sind meist nur nicht auf den ersten Blick sichtbar. Es braucht also Personen, die diese Räume aufspüren und es braucht niederschwellige Formate, die diese Räume für unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen öffnen.“

 

Diese Conclusio zieht Carolin Riedelsberger von der TU Wien in Ihrer Arbeit über den Beitrag von Kulturfestivals für Stadt- und Regionalentwicklung. Sie untersuchte für Ihre Arbeit verschiedene Festivals in Österreich, darunter auch die POTENTIALe.

Die Arbeit mündet in einer Reihe von Vorschlägen und Handlungsempfehlungen für die Kreativwirtschaft und Kommunen, die darüber nachdenken, ein solches Festival zur atmosphärischen Stadtraumentwicklung einzuführen. Worauf es besonders ankommt schilderte Riedelsberger beim Best-Practice-Day des Österreichischen Stadtmarketing-Dachverbandes STAMA Austria im Montforthaus.

ExpertInnen und KollegInnen aus ganz Österreich kamen hierzu nach Feldkirch, um sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Strategien Städte in Zeiten schwindender Handelsflächen und Online-Shopping brauchen, um weiterhin attraktiv zu bleiben. Welche Werkzeuge haben Kommunen, um Kreativwirtschaft anzusiedeln, Kulturakteure zu vernetzen und somit einen allgemeinen Mehrwert zu generieren?

 

Mit ähnlichen Fragestellungen beschäftigten sich die Tage davor eine Gruppe von Studierenden der Fachhochschule Kufstein bei einer Exkursion in Feldkirch und das Festival „usgnutzt – Was im Leerstand möglich ist“.

 

Die Projektleitungen der POTENTIALe und der Montforter Zwischentöne präsentierten bei diesen Formaten die Idee hinter den Festivals, verschiedene Formate zur Stadtraumgestaltung und was dies mit Feldkirch zu tun hat. Beim anschließenden Stadtrundgang gab es einen Austausch mit mehreren Akteuren der Altstadt zum Thema Raumgestaltung, Architektur und kreative Geschäftsmodelle.