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Neustadt 25
Vier Visionäre, Pioniere, Kollektive. Vier richtig gute Ideen. Umgesetzt in der Neustadt 25 - einem liebevoll sanierten Geschäftslokal, das danach rief, endlich genutzt zu werden.

Die POTENTIALe öffnete den Raum der Neustadt 25 im doppelten Sinne. Einerseits, um Kreativschaffenden eine Präsenz zu ermöglichen, andererseits, um alternative Angebote zu schaffen und Quartiersentwicklungen zu fördern. Die Richtlinien für die temporären Nutzungen waren klar: Jede Nutzung unterstützt ein gelingendes Leben in der Gegenwart, ohne das Leben nachfolgender Generationen zu gefährden. Und jede Nutzung ist öffentlich bzw. halböffentlich zugänglich, belebt das Quartier und unterstützt einen radikalen Wandel – wirtschaftlich, umwelttechnisch und sozial gesellschaftlich. Im Fall der Neustadt 25 erfüllten die NutzerInnen nicht nur alle Kriterien, sondern waren darüber hinaus Pioniere in ihrem jeweiligen Wirkungsfeld.





Hanf für Hosen, Brennessel für Knödel

Im August und im Dezember wurde die Neustadt 25 zum Produktions- und Verkaufsraum für das Label Fabulu. Johanna Bernkopf und David Hopp fertigten und präsentierten Kleidungsstücke aus biologischen Hanf-, Leinen und Wollstoffen, die von nachhaltigen Produzenten aus Europa bezogen werden. Zum ersten Mal wurde in der Neustadt sichtbar, wie ungewöhnlich und zugleich befreiend es ist, ein Stück Stoff am eigenen Körper zu tragen, für das kein Leid in die Welt gebracht wurde. Ein Stück Stoff, das bei aller Ökologie so durch und durch ästhetisch ist.

››Unsere Mode ist reduziert und konzentriert sich auf das Wesentliche. So werden Kleidungstücke zeitlos und langlebig, was tatsächliche Nachhaltigkeit zur Folge hat. Wir fordern dazu auf, sich bewusst dazu zu entscheiden, aktiv am gesellschaftlichen Entwicklungsprozess teilzunehmen sowie Verantwortung zu übernehmen, was mit uns selbst und der Welt passiert.‹‹

Nach Leinen und Hanf fanden wildgewachsene Kräuter ihren Weg in die Neustadt 25. Caroline Begle und Magdalena Holzer kochten eine Woche lang grün – vom Brennesselknödel bis zum Giersch-Risotto. Zubereitet wurden die Speisen in mobilen Küchen auf der Straße, gegessen wurden sie drinnen wie draußen, gemeinsam an der langen Tafel, zurück im Büro oder auch zu Hause. Ihr Projekt Querfeld wird bis heute in den unterschiedlichsten Formaten fortgesetzt.

››Die Woche in der Neustadt war viel mehr, als wir uns erhofft hatten. Wir waren überwältigt, wie viele Neugierige es in die Neustadt 25 zog, ebenso vom hilfsbereiten Austausch mit den WirtInnen der Nachbarschaft. Es war ein spannender Testlauf für unseren neu gegründeten Verein. Unser Konzept, fremde Menschen an einer langen Tafel zusammenzubringen, ging auf und brachte schöne Begegnungen, bereichernde Gespräche und wertschätzende Rückmeldungen.‹‹





Weil Blumen lieber Rad als Auto fahren

Sebastian Geiger und Stefanie Wetzinger ließen den Raum im September aufblühen. Nach wie vor pflanzen die beiden Bio-Blumen und liefern sie auf Wunsch per Lastenrad. Ihr neu eröffneter Onlineshop mit Fahrradzustellung ist der beste Tipp für alle, die reduzierten Verkehr und frische Luft zu schätzen wissen.

››Durch den ganzen ››Corona-Spuk‹‹ hat sich aufs Neue gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dazu hat auch die Zwischennutzung der Neustadt 25 ihren Teil beigetragen. Anfangs noch eine Idee und heute Realität. Es sollte mehr solcher Räume geben, die Ideen und Träumen einen Raum geben!‹‹

Und dann war da noch die Nutzerin Franziska Möhrle, mit der Traumstadt und ihrer Werkstatt für Kinder. Doch das ist eine eigene Geschichte. Vollständig zu lesen ›› hier.




fabulu.flowers
quer-feld.at
blumen-kopf.com

Text: Magdalena Hopp
Fotos: Magdalena Türtscher & Nadine Jochum