Einfach Möbel.

Wenn man Wilfried Engel oder Paul Brotzge fragt, was sie denn so machen, dann ist das ihre Antwort: Einfach Möbel halt. Dahinter verborgen liegt aber mehr als nur ihr Understatement, dass Möbel schlicht und klar sein sollen.

Dahinter liegt die ganze, große Gedankenwelt eines Teams, das sich nicht von vorherrschenden Wirtschaftstendenzen unter Druck setzen lässt, sondern eigene Richtlinien verfolgt – und dank dessen unvergleichliche, von Hand gefertigte Stücke schafft. Insbesondere ihre aktive Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Gemeinwohlbilanz macht sie zu Vorarlbergs Vorreitern in Punkto Gemeinwohl-Ökonomie. Da wir das Unternehmen und sein Bestreben nach sinnvollem Wirtschaften schon seit vielen Jahren als große Bereicherung unseres Festivals schätzen, haben wir Paul Brotzge nach seiner Meinung gefragt.

 

In den letzten zehn Jahren ist viel passiert. Eurer Unternehmen hat sich entwickelt und verändert. Was waren wichtige Stationen für euch in den vergangenen Jahren, was hat rückblickend besonderen Wert für euch?

 

Inspiriert und „weiter gebracht“ haben uns die Tage der Utopie in Arbogast. Insbesondere das Wesen und die Möglichkeiten der Gemeinwohlökonomie haben einen großen Wert für uns. Mehr dazu ist auch auf unserer Website ersichtlich. Ein anderer wichtiger Impulsgeber ist auf jeden Fall der Werkraum Bregenzerwald. Und dann gibt es noch unzählige andere, die im ganz Kleinen unser Unternehmen zu dem machen, was es ist.

 

Auch Feldkirchs Plattform für Design hat sich verändert. Als treue POTENTIALe-Aussteller allererster Generation habt ihr auch die Entwicklung von der ehemaligen ArtDesign Feldkirch zur POTENTIALe mitverfolgt. Was sind für euch die auffallendsten Unterschiede zum einstig klassischen Messeformat – und wo seht ihr das größte Potential?

 

Spannend ist das Bespielen der ganzen Stadt, gemeinsam mit den verschiedenen Ausstellern. Die Potentiale hat eine frische, experimentelle Ausstrahlung, das gefällt uns. Die Aussteller sind gut gewählt, und die gezeigten Arbeiten haben Qualität.

 

Wie wichtig sind Messen für euer Unternehmen, sind diese eine besondere Chance, eine willkommene – oder eher notwendige – Abwechslung? Da immer auch viel Arbeit mit der eigenen Präsenz auf einer Messe verbunden ist: was ist das Schöne daran?

 

Wir sehen Messen als kurzzeitiges, intensiv bespieltes Schaufenster. Die damit einhergehende Vernetzung ist für uns kein notwendiges Übel, sondern macht uns viel Spaß – da vergisst man den Aufwand gerne.

 

Was unterscheidet die POTENTIALe von anderen Messen?

 

Definitiv die verschieden Schauplätze. Sie machen die Messe beweglich. Hier genießt man in jedem Sinne die „frische Luft“.

 

Wie geht ihr auf die POTENTIALe 2018 zu? Was sind eure Wünsche? Befürchtungen? Hoffnungen?

 

Wir freuen uns schon wieder auf die Messetage, auf den Austausch mit den Ausstellern und Kunden – auf die Begegnung mit allen, die wir kennen lernen oder wieder treffen. 

 

#EINFACH MÖBEL

 

Text: Lena Hopp

Foto: einfach Möbel