Die Potenz hinter dem Potential

Um ein Potential zu entdecken – mehr noch: zu erwecken – braucht es die Potenz. Und die Potenz ist eine Macht, eine Kraft, eine Fähigkeit. Das Vermögen, etwas zu bewerkstelligen. In erster Linie assoziiert mit der männlichen Potenz, der Fähigkeit zur Erektion.

 

Ursprünglich bezeichnete diese Potenz übrigens die Zeugungsfähigkeit – und diese muss sich keineswegs auf das männliche Geschlecht beschränken, am allerwenigsten im kulturellen Bereich. Sichtbar wird das an den drei auffallendsten Interventionen, die in Feldkirch kürzlich entwickelt worden sind. Oder an den drei Frauen, ohne die eine Umsetzung nicht möglich gewesen wäre. Nadine Hirschauer, Pao Kitsch und Sina Wagner machen auf künstlerisches Potential in der Feldkircher Innenstadt aufmerksam – und das auf jeweils ganz eigene Art.

Schichten. Mögliche Grenzen

 

„‚Schichten. Mögliche Grenzen“ ist der Titel zu einer Ausstellung mit Alice von Alten, Ursula Gaisbauer, Nora Gutwenger und Nadine Hirschauer. Mit gesammelten Materialien aus dem Rheintal wurden natürliche sowie kulturell bedingte Schichten thematisiert: die Haut, als Schwelle zwischen Körper und Umwelt, die Erde, die fruchtbare Schicht, die den Planeten umgibt, architektonische (Trenn-)wände und Ländergrenzen. Die entstandenen Werke wurden im August im Gymnasiumhof und in der Gymnasiumgasse ausgestellt.

Fotos: Patricia Keckeis


Entspannung mit Pao Kitsch

 

Pao Kitsch ist eine Künstlerin mit mexikanischen Wurzeln. „Hängematten“, sagt sie, „sind dort überall“. Sie bedeuten Urlaub, Sonne, Entspannung. den Gedanken freien Lauf lassen und vor allem: der Kreativität Raum geben. Abseits von Konsumzwang und Zweckgerichtetheit erhalten wir einen neuen Blick auf unsere gewohnte Umgebung. Also hängt Pao Kitsch Hängematten in den öffentlichen Raum, konkret ins Reichenfeld. Bis zum 23. September (bei schönem Wetter) hängen sie dort noch und bieten dank beigelegter Collagenbücher die Möglichkeit, künstlerisch tätig zu werden. Entstandene Werke können mit Hashtags ins Internet gestellt werden – und erhalten im Rahmen der POTENTIALe eine Plattform zur gesammelten Präsentation.

Fotos: Lukas Stark


Lichtstadt Feldkirch

 

Vom 3. bis zum 6. Oktober erleuchtet Feldkirch wortwörtlich in neuem Licht. Mit Sina Wagner als Geschäftsleiterin des gleichnamigen Vereins „Lichtstadt Feldkirch“ wird die Premiere des biennalen Lichtkunstfestivals realisiert, das internationale Künstlerinnen und Künstler einlädt, ihre zeitgenössischen Werke vor historischer Kulisse zu realisieren. Wir sind gespannt auf Installationen, Skulpturen, Projektionen oder Laserprojektionen, Mappings und Lichtobjekte, unter anderem von Olafur Eliasson, Thilo Frank, Philipp Geist, Nives Widauer, starsky und David Reumüller.

 

 

 

Fotos:

Frank Baudy | Philipp Geist

Jörg Stefke | David Reumüller

Ólafur Elíasson


Weitere Ideen für städtische Interventionen und Projekte, erregen ganzjährig und jederzeit unsere Aufmerksamkeit.

Ob weiblich oder männlich, Hauptsache mit Potenz. Hier geht es zum ›› Open Call

 

 

Text: Lena Hopp